Häufig sind es die kleinen Momente im Familienalltag, die den größten Unterschied machen, vor allem wenn es darum geht, die Stimmung der Kinder zu verbessern. Eine Methode, die in diesem Kontext zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist das Autogene Training für Kinder. Es wird immer mehr bekannt, dass diese Entspannungstechnik nicht nur Eltern, sondern auch den Kleinen helfen kann, Stress abzubauen und eine innere Ruhe zu finden. Diese Methode beruht auf der Idee der Selbstbeeinflussung und ermöglicht es Kindern, durch ruhige Gedankenformeln und Übungen ihre Aufmerksamkeit zu schulen und gelassener zu werden.
Was ist Autogenes Training und wie funktioniert es?
Autogenes Training ist eine Form der tiefen Entspannung, die auf Autosuggestion basiert. Kinder erlernen dabei, sich auf verschiedene Körperempfindungen zu konzentrieren und durch gezielte Formeln innerlich zur Ruhe zu kommen. Diese Methode wurde ursprünglich in den 1920er Jahren vom Psychiater Dr. Johannes Heinrich Schultz entwickelt und hat sich seither als wertvolles Werkzeug zur Entspannung etabliert. Besonders für Kinder, die unter Stress oder Ängsten leiden, kann Autogenes Training eine große Hilfe sein.
Die positiven Effekte von Autogenem Training
Die Anwendung dieser Entspannungstechnik kann sich sowohl auf die körperliche als auch auf die geistige Gesundheit der Kinder positiv auswirken. Die wichtigsten Vorteile sind:
- Erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit: Kinder lernen, sich besser zu fokussieren und ihre Gedanken zu steuern.
- Stärkung des Selbstbewusstseins: Durch regelmäßige Praxis wachsen Vertrauen und Mut.
- Stressbewältigung: Die Technik bietet effektive Werkzeuge, um mit alltäglichem Stress umzugehen.
- Emotionale Stabilität: Kinder mit Hochsensibilität finden durch diese Methode leichter zu innerer Ruhe.
So wird Autogenes Training in den Alltag integriert
Um von den Vorteilen des Autogenen Trainings zu profitieren, müssen Eltern und Kinder gemeinsam engagiert an der Umsetzung arbeiten. Dies kann in Form von täglichen Übungen geschehen, die sowohl zu Hause als auch außerhalb stattfinden können. Hier sind einige hilfreiche Tipps:
- Ruhiger Ort: Sucht euch einen entspannenden Ort im Haus, wo ihr ungestört üben könnt.
- Kurz und regelmäßig: Beginnt mit kurzen Einheiten, die leicht in den Alltag eingeplant werden können.
- Verwendung von Geschichten: Integriert kindgerechte Entspannungsgeschichten, die die Übungen lebendiger gestalten.
- Gemeinsames Üben: Eltern sollten die Übungen ebenfalls durchführen, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.
Praktische Übungen und ihre Anwendung
Einfache Übungen aus dem Autogenen Training können leicht in die tägliche Routine integriert werden. Zu Beginn können Kinder vor dem Schlafengehen oder nach einem stressigen Tag ein paar Minuten für folgende Übungen einplanen:
- Schwere-Übung: „Mein rechter Arm ist schwer…“ – Diese Wiederholung hilft, eine entspannte Haltung einzunehmen.
- Wärme-Übung: „Meine Hände sind warm…“ – So wird ein wohltuendes Gefühl durch den Körper vermittelt.
- Atmungsübung: „Meine Atmung ist ruhig und gleichmäßig…“ – Diese Technik fördert die Kontrolle über den Atem.
Eine regelmäßig durchgeführte Praxis kann nicht nur das emotionale Wohlbefinden der Kinder stark verbessern, sondern auch das gesamte Familienklima positiv beeinflussen.
Für weitere Einblicke und Ideen zur Förderung von Entspannung und Gelassenheit in der Familie lohnt sich ein Blick auf die Erfahrungen anderer Eltern. Hier finden Sie interessante Berichte über die Auswirkungen von Entspannungstechniken.



